Yoga-Übungen als Ergänzung zum Karate-Training

Das Wort Yoga kommt aus dem Indischen und bedeutet soviel wie „Einheit“ oder „Harmonie“. Yoga bzw. dazugehörige Yogaübungen kommen in den verschiedensten Bereichen zum Einsatz. Von Mentaltraining, Entspannungsübungen, Meditation über körperliches Training, Halteübungen zur Stärkung der Muskulatur bis hin zur Yogatherapie zur Behandlung von körperlichen Beschwerden wie z.B. Rückenschmerzen. Yoga versteht sich als ein ganzheitliches Übungssystem, welches auf Körper, Geist und Seele wirkt. Es soll beim Yoga neben Gesundheit und Fitness auch absolute Entspannung, geistige Klarheit, Verbesserung der Konzentration, mehr Vitalität und Energie, Stärkung des Selbstvertrauens und sogar des Immunsystems erreicht werden.

Was hat Yoga mit Karate zutun?!

Beim Karate, genau wie beim Yoga, steht auch die Gesundheit und Einheit von Körper und Geist weit oben. Ebenso geht es um Stärkung insbesondere der Haltemuskulatur. Warum also nicht beides ein Stück weit kombinieren? Im Yoga gibt es allerhand einfache, forgeschrittene und sehr schwierige Körperübungen (Yoga: Asanas). Ich habe mir erlaubt, einige dieser Übungen heraus zu suchen und zu testen. Einige dieser Asanas bzw. Übungen welche mir besonders gut gefallen, und aus meiner Sicht eine positive Wirkung auf das eigene Karate haben, möchte ich hier nun vorstellen. Also: Viel Spaß beim ausprobieren und üben! :-)

Übung 1 – Sarvangasana – Die Kerze

Sarvangasana_kerze_schulterstandDie Kerze oder auch Schulterstand soll die obere Wirbelsäule und Schultergelenke mobilisieren, und den unteren Rückenbereich sowie die Arme stärken. Die Körperspannung insgesamt wird hier ebenfalls trainiert, sodass diese Übung sehr gut in das Karate-Training passt.

Des weiteren soll diese Yogaübung durch die erhöhte Blut- und Sauerstoffzufuhr zum Gehirn, und die ausgleichende Wirkung auf die Schilddrüse die Vitalität erhöht werden.

Übung 2 – Kakasana – Die Krähe

Diese Übungsform imitiert die Haltung einer krächzenden Krähe, und soll zur Stärkung der Handgelenke, Schultern und Arme. Darüber hinaus soll die Konzentrationsfähigkeit und die Atemkapazität (durch Dehnung des Brustkorbes) erhöht werden. Üblicherweise wird die Krähe auf den Händen ausgeführt, wobei das Gewicht von Händen und Ellenbogen getragen wird.

Eine andere Variante ist die Faustkrähe, welche besonders für Karateka interessant sein dürfte, da hier die Übung statt auf den Händen, auf den Fäusten durchgeführt wird. Auch für Leute mit Handgelenksproblemen dürfte diese zweite Variante besser sein, da das Handgelenk nicht abgeknickt werden muss.

Kakasana_krähe - Faustkrähe

Übung 3 – Sirsasana – Der Kopfstand

Sirsasana_kopfstandAufgrund der umgekehrten Schwerkrafteinwirkung entlastet der Kopfstand das Herz, unterstützt den Kreislauf und löst Spannungen im unteren Rücken.

Diese Übung soll auch die Gedächtnisleistung, Konzentration und Sinneswahrnehmungen erhöhen. Gestärkt werden bei dieser Auführung des Kopfstandes vor allem die Delta- bzw. Schultermuskeln.

Übung 4 – Vrischikasana – Der Skorpion

Vrischikasana_skorpionBeim Skorpion gibt es viele Ausführungsmöglichkeiten. Im wesentlichen ist es zunächst eine Art Unterarmstütz. Dann bringt man den Körper über die Arme und Schultern, welche das Gewicht des Körpers tragen. Nun streckt man die Beine nach oben, und lässt diese gebeugt langsam Richtung Rückenseite herunter. Geübte Yoga-Trainierende schaffen es die Füße bis an den Hinterkopf zu bringen. Für Karateka könnte diese Übung sinnvoll sein, um das Körpergefühl und die Körperspannung zu trainieren, und die Arm- und Schultermuskulatur zu stärken.

Fazit – Yoga – Eine sinnvolle Ergänzung zum Karate-Training

Das waren nur einige Beispiele, wie man meiner Meinung nach sein Karate, und damit verbundene Training für Körper und Geist vorantreiben kann. Zum Einen halte ich Abwechslung für einen wesentlichen Bestandteil des täglichen Trainings, um immer neue Trainingsreize zu setzen, und natürlich auch um keine Langeweile aufkommen zulassen. Zum Anderen denke ich, dass ein Blick über den eigenen Tellerrand nie schaden kann. So kann man sich stetig neue Motivation und Inspiration holen. Viel Spaß beim Training! :-)

Zuletzt bearbeitet: 22. Juni, 2016
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