Die Schwerter der Samurai

katana_wakizashiZu den traditionellen Waffen eines Samurai gehörte neben Lanze, Speer, Pfeil und Bogen, und anderen Feuerwaffen natürlich das Schwert. Kenjutsu ist der Oberbegriff aller Formen der japanischen Kampfkunst mit Schwert (Schwertkunst).

Schwerter wurden in Japan schon im 4. Jahrhundert geschmiedet, wobei die ersten Schwertschmiede und ihre Schmiedetechniken wohl aus Korea und China kamen. Die meisten Schwerter bis zum 9. Jahrhundert hatten eine gerade und beidseitig geschliffene Klinge.

Später wurde die Klinge säbelförmig gekrümmt geschmiedet und nurnoch einseitig geschärft, wobei beide Seiten der Klinge auch unterschiedlich gehärtet wurden. Diese Art von Schwerter Schwerter verursachten tiefe Schnittwunden und konnten ganze Gliedmaßen abtrennen.

Traditionell besaß der Samurai, auch als Zeichen seiner sozialen Stellung, immer mindestens zwei Schwerter (Schwerterpaar; Daisho). Dieses Schwerterpaar bestand zum einem aus dem seit dem 15. Jahrhundert bekannten Katana, und dem etwas kürzerem Wakizashi. Das Katana (Langschwert) ist etwa 80 cm bis knapp über einen Meter lang. Das Wakizashi (Kurzschwert) hingegeben ist mit etwa 60-80 cm kürzer und handlicher. Die Samuraischwerter wurden meist individuell nach Wunsch gefertigt und unterschieden sich teilweise stark in Länge, Stärke und Krümmung sowie Verzierung der Schneide.

Neben dem Katana und dem Wakizashi gab es auch noch das Nodachi (auch Odachi genannt), welches ein noch längeres Schwert als das Katana war. Mit 1,20 Meter und darüber hinaus war es sehr lang und unhandlich, was es zusammen mit seinen aufwändigen Verzierungen eher zu einem Zeremonialschwert machte, als zu einer Waffe für den Kampf.

Darüber hinaus gab es noch die schwerere Variante des Katana Katana, das Dotanuki. Ein Katana wiegt um 800g, ein Dotanuki meist über 1 Kg. Einer Legende nach das einzige Schwert, mit dem man einen Samurai samt Panzerung in zwei Häften teilen konnte.

Zuletzt bearbeitet: 22. August, 2017
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